Studieren in Ballarat - Studium in Victoria - Auslandsstudium in Australien

Studieren in Australien

The University of Ballarat - Universität in Ballarat
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Erfahrungsberichte - The University of Ballarat / Australien


Olivier Lempert: Wirtschaftsinformatik [2/2007 - 6/2008]

Erfahrungsbericht - Olivier Lempert



Einführung:

Dieser Erfahrungsbericht wurde während meines Auslandsaufenthalts an der University of Ballarat in Victoria, Australien verfasst. Ich habe dort von Februar 2007 bis Juni 2008 meinen Master-Studium in Business Information Systems (Wirtschaftsinformatik) absolviert und erfolgreich beendet.


Was man vor der Abreise beachten sollte:

  • Bankkonto bei der Deutschen Kreditbank eröffnen. Man bekommt kostenlos eine EC und VISA-Karte und kann überall auf der Welt und in Australien (also Westpac, ANZ, Commonwealth etc…) an Automaten kostenlos Geld abheben. Ich glaube es ist sogar die einzige Bank, die dies anbietet.
  • Auslandskrankenversicherung abschließen. Zwar wird man als Student in Australien auch versichert, aber wer ab und zu zum Arzt oder ins Krankenhaus muss, sollte sich überlegen, ob es Sinn macht auch eine deutsche Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Zu empfehlen wäre die Deutsche Krankenversicherung (DKV).
  • Reisepass aktualisieren lassen bzw. prüfen wie lange die Gültigkeit ist.
  • Impfungen auffrischen lassen. Zwar braucht man keine speziellen Impfungen hier in Australien, man sollte aber schon achten, dass der Impfpass „Up-To-Date“ ist und gut vorbereitet zu sein.
  • Studentenvisum online beantragen, nachdem die COE (Certificate Of Enrolment) von der Uni eingetroffen ist. Für weitere Infos s. http://www.immi.gov.au
  • Flug rechtzeitig buchen um billigere Preis zu bekommen und um auch ein Platz sicher zu haben
  • Die meisten Unis leben ja von ausländischen Studenten, und sie wissen natürlich auch, dass die Flüge meistens sehr früh morgens oder abends ankommen. Deshalb wird normalerweise auch von der Uni ein Abholdienst bereitgestellt, um die Leute dann zu der Uni oder gleich ins Wohnheim zu fahren. Das sollte man aber mit der Uni in Australien bzw. mit dem Auslandskoordinator klären.
  • Man sollte sich überlegen ob man die Krankenkasse in Deutschland behalten möchte und somit auch immer noch den monatlichen Beitrag zahlen möchte, oder ob die Krankenkasse es anbietet, den Vertrag für paar Monate liegen zu lassen. Wenn man aus der Krankenkasse erstmal raus ist und somit gekündigt hat, wird es sehr schwer nach dem Studium wieder in einer staatlichen rein zu kommen.
  • Man sollte sich überlegen, ob es sinnvoller ist sich irgendwo eine Wohnung in der Stadt zu mieten, oder ob man mit Studenten auf dem Campus zusammenwohnen möchte. Der Vorteil ist dabei, dass man auch mit Australiern zusammenwohnt und deshalb die Sprache viel schneller lernt und man sich auch in der neuen Kultur besser einleben kann.



Die Abreise:

Bei der Abreise wird es einem klar, dass man schon bald ganz wo anders am anderen Ende der Welt sein wird. Man sollte überprüfen, ob man alles eingepackt hat und alle Wertsachen wie Visum, Pass, Flugticket etc. auch zusammenhat. Dann geht es los, man steht am Flughafen beim Check-in und wird darauf hingewiesen, dass man leider auch als Student nur 20 kg Gepäck und 7 Kg Handgepäck mitnehmen darf. Ist zwar ärgerlich, vor allem wenn man in Australien mind. 1 Jahr bleiben möchte aber es gibt drei Tipps wie man dies etwas „umgehen kann“:
  • Man sollte sehr früh (vielleicht als erster oder so) am Check-in ankommen, denn dann sind die Leute etwas netter und drücken beim Mehrgewicht (so meine Erfahrung) ein Auge zu.
  • Man sendet einiges per Post nach.
  • Man fliegt über die USA, dort sind nämlich ein höheres Gepäckgewicht erlaubt.


Ich hatte 28 kg, bin aber dafür ohne Probleme durchgekommen. Mein Flug ging von London aus nach Melbourne, somit musste ich erst von Frankfurt nach London mit BA fliegen und dann von London nach Melbourne (Qantas) mit Step-Over in Hong-Kong. Alles ging problemlos, 22 Stunden später ist man schon in Australien und genießt auch schon das warme Wetter. Ich kam abends am 10.02.2007 an, die Uni-Crew wartete auf uns (ich, ein paar Leute aus USA und noch ein Holländer), 1,5 Stunden später waren wir schon in Ballarat. Ballarat ist übrigens somit per Auto/Zug/Bus 1-1,5 Stunden von Melbourne entfernt und ist eine Kleinstadt.


Ankunft in Australien:

Ich habe mich entschieden, auf dem Campus zu wohnen, da ich auf jeden Fall Leute und auch die australische Kultur kennenlernen wollte. Natürlich gibt es aber auch die Möglichkeit in der Stadt eine Wohnung zu nehmen (die sind auch i.d.R. billiger als auf dem Campus).

Wenn man eine Wohnung auf dem Campus genommen hat, bedeutet es, dass man in einem Haus mit 9 Australiern zusammenwohnt (5 Mädels/5 Jungs). Man teilt eine Küche und Bad. Das „Haus“ wird dann auch jeden Tag geputzt. Man sollte aber beachten, dass die meisten Studenten, die auf dem Campus wohnen sehr jung sind (17-21 Jahre i.d.R.). Die ältesten sind dann die internationalen Studenten. Hier die Accommodation-Seite der UB: https://www.ballarat.edu.au/fdp/commercial/accommodation/

Das Campusleben ist sehr bunt, es gibt sehr viele Parties und/oder Aktivitäten. Man lebt sich auch somit besser in die neue Kultur ein und kann sein Englisch auch schnell verbessern. Man sollte vor dem australischen Akzent und Slang keine Angst haben. Ist zwar alles etwas gewöhnungsbedürftig, aber die Professoren sprechen an der Uni normales English, somit kommt man sehr leicht rein in die Sprache. Die University of Ballarat (UB) bietet auch eine Art Hilfe für internationale Studenten an, sei es falls man einen Kulturschock hat oder falls man Aufsätze schreiben muss und man sie korrigiert haben möchte.


University of Ballarat:

Die Lage der Universität ist leider etwas außerhalb der City, es fahren aber regelmäßig Busse dorthin. Man kann sich natürlich auch ein Auto oder Fahrrad kaufen, wobei das Fahrrad fahren anstrengend werden kann. Die UB ist vor allem für IT und Sport Fächer in Australien bekannt, bietet aber Studiengänge für Business, Lehramt, Ingenieurwesen, Wissenschaft an. Die Uni ist auch sehr gut ausgestattet, bietet z.B. 7 Tage/24 Stunden geöffnete Computerräume, eine Mensa, Schwimmbad&Gym, Bibliothek (die auch Zugriff auf elektronische Datenbanken wie Springerlink anbietet), die Professoren kann man jederzeit „stören“ etc. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern, wie z.B. USA, Indien, China etc. Diese Internationalität bringt sowohl Studenten aber auch die Region vorwärts. Manko ist, dass für das Internet ab einer bestimmte Grenze gezahlt werden muss. Postgraduate Studenten (Master) haben eine höhere Grenze als Undergraduate Studenten (Bachelor). Ich würde empfehlen einen eigenen Laptop mitzunehmen, da man in Ruhe/ungestört arbeiten kann.

Viele Firmen haben auch ihren Sitz auf dem Campus, dies zeigt, dass die Uni einen guten Ruf hat, da sie auch viele Projekte zusammen durchführen. Die bekannteste Firma wird wohl IBM sein. IBM bietet auch unterschiedliche Jobs für ehrgeizige Studenten an.

Das International Office bietet auch unterschiedliche Aktivitäten an, wie z.B. „Learn to Surf“ oder „Great Ocean Road“. Man sollte solche Aktivitäten wahrnehmen, da man viele Leute kennenlernen kann. Insgesamt wird internationalen Studenten sehr gut geholfen. Ein Tipp wäre, um Rabatte auf solche Aktivitäten zu bekommen, der Studentenorganisation UBSA beitreten.


Arbeiten:
In Ballarat gibt es verschiedene Möglichkeiten zu arbeiten, z.B. in einer Firma auf dem Campus oder als Kellner etc. Um in Australien als Student arbeiten zu dürfen, muss man ein Arbeitsvisum online beantragen. Das International Office hilft bei der Beantragung. Er nächste Schritt wäre dann, eine australische Steuernummer zu beantragen (s. http://www.ato.gov.au). Das Arbeitsvisum erlaubt während des Semesters 20 Stunden zu arbeiten, in den Semesterferien unbegrenzt. Australier lieben Referenzen, deshalb kann es nicht schaden, wenn man welche in Englisch mitbringt. Vielleicht findet man dann einfacher eine Arbeit.


Die Stadt Ballarat:

Da Ballarat als Goldstadt bekannt ist, kommen auch sehr viele Touristen um sich die Gegend anzuschauen. Vor allem „Sovereign Hill“ ist empfehlenswert. Dieses interaktive Museum zeigt eine Rekonstruktion der Stadt im Jahre 1851 als Gold gefunden wurde, u.a. bekommt man auch einen Einblick wie die Menschen gelebt haben. Mehr Infos zu Ballarat und Umgebung findet man hier http://www.ballarat.vic.gov.au/.
Daneben existieren in der Stadt diverse Kneipen, Cafés, aber auch drei große Clubs (21arms, Elbow und Regent). 21arms ist als Studentenclub bekannt, denn dort finden meistens jeden Mittwoch Studentenparties statt, mit Live-Band. Im Oktober hat die Uni auch ein eigenes Oktoberfest und im November findet auch ein sehr bekanntes Pferderennen in Ballarat (Ballarat Cup) statt.

Eine Stunde Fahrt und man ist in Melbourne, eine wunderschöne Stadt, die verschiedene Architektur-Varianten anbietet, einen Fluss (Yarra) und auch noch Strände. Die meisten Sportaktivitäten wie Pferderennen, Tennis, Formel 1 etc. finden in Melbourne statt und gegenüber Sydney bietet - meiner Meinung nach - die Stadt einfach mehr. Durch Great Ocean Road, die schönste Küstenstrasse der Welt, sollte man auch unbedingt fahren. Vor allem die Twelve Apostels sind sehenswert.


Kosten:

Ballarat ist etwas günstiger als Melbourne, man sollte monatlich ein Budget um die AUD$ 800 pro Monat einplanen, um auch Freizeit Aktivitäten durchzuführen. Die Miete auf dem Campus ist sehr teuer (ca. AUD$150 pro Monat), in der Stadt kann man Häuser für AUD$75-100 finden. Supermärkte gibt es in der Stadt, Busse stoppen dort gleich um die Ecke.

Die Australier sind sehr freundlich und versuchen auch, dir zu helfen. Volkssport hier ist Footie, eine Mischung aus Rugby und Fussball, Spiele werden am Wochenende übertragen. Man sollte unbedingt mit paar Australiern einmal nach Melbourne fahren, um sich ein Spiel anzuschauen, es lohnt sich.


Fazit:

Ich habe meine 1,5 Jahre hier in Ballarat sehr genossen, da man unterschiedliche Aktivitäten absolvieren konnte und ich das Campusleben der Australier samt Lifestyle hautnah erleben durfte. Zwar ist Ballarat eine kleine Stadt, verglichen mit Melbourne bietet sie aber einiges und ermöglicht Studenten auch hart und intensiv zu arbeiten. Die Nähe zu Melbourne oder der Great Ocean Road macht es auch einfacher, am Wochenende wegzufahren und tolle Gegenden kennenzulernen. Ein Studium oder ein Semester in Australien sollte wirklich jeder machen, man ist zwar weit von zu Hause weg, aber mit Skype und das Internet gibt es unterschiedliche Möglichkeiten mit der Familie in Kontakt zu bleiben. Die Erfahrungen und Bilder, die man dann wieder nach Hause mitnimmt, sind dann wirklich unglaublich.


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Semestertermine

Fakten

Cricos code:
00103D

Anzahl Studierende:
6140

Anzahl ausländische Studierende:
1977

Stadt:
Ballarat

Bundesstaat:
Victoria

Website:
The University of Ballarat

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